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Mechanistisches WeltbildInnerhalb des mechanistischen Weltbildes waren die meisten Physiker im Laufe des 19. Jahrhunderts bestrebt, sämtliche Naturerscheinungen auf der Basis der durch Newton begründeten Mechanik zu erklären (10., S. 13f). Als Mechanismus galt ihnen ein System, das dem Euler-Lagrangeschen Variationsprinzip genügte; also in seiner geometrischen Struktur durch die anschauliche Bedeutung der Koordinaten, in seiner dynamischen Struktur durch die Lagrangefunktion und in seiner zeitlichen Entwicklung durch die Lösung der Lagrangeschen Bewegungsgleichungen beschrieben wurde (9., S. 159). Die noch heute nachwirkende mechanistische Deutung der Mechanik geht weniger auf Newton, als vielmehr auf seine Kommentatoren und Interpreten zurück. So schrieb Voltaire, der Newtons Mechanik in aufklärerischer Absicht auf dem Kontinent populär machte: ,,Entweder ergibt sich alles aus dem notwendigen Wesen der Dinge oder aus der ewigen Ordnung, die ein absoluter Geist gestiftet hat. In dem einen wie dem anderen Falle sind wir nur Räder in der Weltmaschine'' (10., S. 43). Diese Deutung erlaubt sowohl eine mechanisch-materialistische (notwendiges Wesen der Dinge) als auch eine kosmisch-religiöse (ewige Ordnung des absoluten Geistes) Interpretation der Mechanik.
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